Die Frage ist einfach: Planen wir zuerst die Wärmepumpe oder die Photovoltaik?
1. Die Wärmepumpe bestimmt den Energieverbrauch des Hauses
Ihre Leistung (z. B. 8kW, 12kW, 16kW), ihr Typ (Luft-Wasser, Geothermie) und ihre Betriebsweise bestimmen:
- den jährlichen Verbrauch in kWh
- die Spitzenlasten
- das energetische Verhalten der Immobilie im Winter
2. Wärmeverluste und fachgerechte Planung: der tatsächliche Ausgangspunkt
Die richtige Vorgehensweise beginnt mit:
- dem Wärmedämmzustand des Gebäudes
- der Wohnfläche und der Raumhöhe
- der Art der Wärmeabgabe (Fußbodenheizung, Niedertemperatur-Heizkörper, Fan Coils)
- der Klimazone und dem tatsächlichen Heizbedarf
3. Die Photovoltaik deckt den tatsächlichen Bedarf – keine bloßen Annahmen
- den gesamten Jahresverbrauch (Haus + Wärmepumpe)
- die saisonalen Schwankungen (Winter vs. Sommer)
- die verfügbare Fläche für Solarmodule
- das Net-Billing-Modell
- die mögliche spätere Ergänzung um einen Batteriespeicher
4. Warum die Reihenfolge wichtig ist (auch finanziell)
- eine Photovoltaikanlage, deren Leistung „für die Wärmepumpe nicht ausreicht“
- eine für das Haus überdimensionierte Wärmepumpe
- Einsparerwartungen, die sich nicht erfüllen
- nachträglicher Anpassungsbedarf mit zusätzlichen Kosten
- arbeitet die Wärmepumpe im optimalen Effizienzbereich
- deckt die Photovoltaikanlage den tatsächlichen Bedarf
- verkürzt sich die Amortisationszeit
- ist das System für künftige Erweiterungen gerüstet
5. Das richtige Planungsszenario – Schritt für Schritt
- Energetische und thermische Analyse der Immobilie
- Auswahl und korrekte Dimensionierung der Wärmepumpe
- Berechnung des jährlichen Verbrauchs unter realen Bedingungen
- Planung der Photovoltaikanlage auf Grundlage dieses Verbrauchs
- Berücksichtigung eines künftigen Batteriespeichers oder Elektroautos
Wer zuerst die Photovoltaik plant, plant im Blindflug.
Wer bei der Wärmepumpe und dem tatsächlichen Energiebedarf des Hauses ansetzt, baut ein leistungsfähiges System.