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Photovoltaik: Griechenland nimmt eine führende Stellung bei der Stromerzeugung ein

Im 2023 wurden 1.574 MW installiert, sodass ihre Gesamtleistung fast 7.087 MW erreichte; zugleich wurden 1,11 Milliarden Euro in neue Projekte investiert

Photovoltaik: Griechenland nimmt eine führende Stellung bei der Stromerzeugung ein
Mit rasantem Tempo entwickelt sich die Stromerzeugung aus Photovoltaik in Griechenland. Das Land nimmt inzwischen sowohl auf europäischer als auch auf internationaler Ebene eine führende Stellung ein. So wurden 2023 1.574 MW installiert, wodurch ihre Gesamtleistung fast 7.087 MW erreicht.

Nach Angaben des Griechischen Photovoltaikverbands (SEF) wurden allein im 2023 in unserem Land 1,11 Milliarden Euro in neue Photovoltaikprojekte investiert. Mit diesem Ausbau gingen 15.730 entsprechende Vollzeitstellen einher.

Europäischer Spitzenplatz
Ein Beleg für das beeindruckende Wachstum der Photovoltaik ist, dass Griechenland im vergangenen Jahr in Europa den ersten Platz beim Anteil der im Inland durch Photovoltaik erzeugten Elektrizität belegte. Dieser Anteil war mehr als doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt (8,6%) und mehr als dreimal so hoch wie der weltweite Durchschnitt (5,4%). Den zweiten Platz in Europa belegt Ungarn (18%), gefolgt von Spanien (17%).

Gemessen an der Pro-Kopf-Erzeugung im Jahr 2023 belegte unser Land den 3. Platz. Die beiden Länder mit den besten Ergebnissen waren die Niederlande (1.086 KWh) und Spanien (948 KWh).

In Griechenland wurden fast 1,6 GW neue Photovoltaikleistung ans Netz angeschlossen. Von der neuen Leistung entfielen fast 250 MW auf Net-Metering-Systeme, davon waren 20% Privathaushalte. Gleichzeitig machten Photovoltaikanlagen 74% der gesamten neu installierten Leistung aus erneuerbaren Energiequellen (EE) im Jahr 2023 aus. Der Markt für Eigenverbrauchssysteme hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und erreicht inzwischen 450 MW.

Wie der Griechische Photovoltaikverband berichtet, handelt es sich mit Abstand um die demokratischste Technologie zur Stromerzeugung. Bis Ende des 2023 waren im ganzen Land mehr als 72.500 Anlagen aller Größen installiert; diese Zahl steigt rasch. Zugleich ist Photovoltaik inzwischen auch die kostengünstigste Technologie zur Stromerzeugung: Die Kosten für Photovoltaikmodule sind seit 2009 um 90% gesunken.

Erwähnenswert ist, dass vor 2015 (als das Programm zum Energieausgleich begann) nur wenige Eigenversorgungsprojekte nach den alten gesetzlichen Regelungen angeschlossen wurden (z. B. die Anlage im Stavros-Niarchos-Kulturzentrum und kleine Anlagen in Gebäuden der Piraeus Bank). Im 2023 wurden unter anderem auch 1.795 kleine Anlagen mit Batterie (12,66 MWh) im Rahmen des Programms „Photovoltaik auf dem Dach“ ans Netz angeschlossen.

Weltweit sind Photovoltaikanlagen laut der Internationalen Energieagentur die am schnellsten wachsende Technologie zur Stromerzeugung in der Geschichte. Dieser Trend wird sich auch im laufenden Jahr fortsetzen; für dieses Jahr werden neue Rekorde bei den Installationen erwartet. Im 2023 wurden etwa 400 GW Photovoltaikleistung installiert. Das bedeutet, dass täglich mehr als 1GW neue Photovoltaikleistung hinzukamen.

Vorteile für die Umwelt
Dank der Photovoltaik wurde im 2023 der Ausstoß von 5,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden. Das entspricht der Menge CO2, die 4,6 Millionen neue Autos mit Verbrennungsmotor ausstoßen, wenn jedes von ihnen durchschnittlich 10.000 Kilometer pro Jahr fährt. Der ökologische Nutzen entspricht dem, den wir hätten, wenn wir 147,6 Millionen Nadelbäume oder entsprechend 90,1 Millionen Laubbäume in städtischen Gebieten pflanzten und sie ein Jahrzehnt lang wachsen ließen.

Quelle: Ta Nea

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