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Griechische Unternehmen und Haushalte setzen auf Solarenergie, während die Energierechnungen in die Höhe schnellen

Angesichts der steigenden Strom- und Gasrechnungen setzen griechische Unternehmen und Haushalte in diesem Jahr massenhaft auf Photovoltaik, um der anhaltenden Energiekrise zu begegnen.

Griechische Unternehmen und Haushalte setzen auf Solarenergie, während die Energierechnungen in die Höhe schnellen
Angesichts steigender Strom- und Gasrechnungen setzen griechische Unternehmen und Haushalte in diesem Jahr verstärkt auf Photovoltaik, um der anhaltenden Energiekrise zu begegnen.

In diesen Tagen klingelt das Telefon von Nikos Tzortzakakis, Betriebsleiter von AENAOS Energy Systems, einem lokalen Unternehmen, das auf erneuerbare Energien (EE) spezialisiert ist, ununterbrochen. Die Nachfrage nach Photovoltaikprojekten sei in diesem Jahr um etwa 80% gestiegen, sagte er gegenüber Xinhua.

„Inmitten der Energiekrise ist die Eigenstromerzeugung die einzige Lösung, mit der Haushalte und Unternehmen die Stromkosten bewältigen und sich in einem instabilen Umfeld schützen können“, sagte Tzortzakakis.

Mit mehr als 250 Sonnentagen im Jahr ist Griechenland reich an erneuerbarer Solarenergie. Laut einem aktuellen Bericht des Griechischen Verbands der Photovoltaikunternehmen (HELAPCO) stieg die Produktion neuer netzgekoppelter Photovoltaikanlagen um 59% von 838 MWh (Megawattstunden) im Jahr 2021 auf schätzungsweise 1.340 MWh bis Ende 2022. Die Gesamtleistung der in Griechenland in Betrieb befindlichen netzgekoppelten Photovoltaikanlagen beläuft sich inzwischen auf 5.466 MWh.

Ein Mitarbeiter arbeitet am 29 November 2022 in der Fabrik von Oikogeneia Stergiou S.A. in Acharnes, einem Vorort von Athen, Griechenland. (Foto: Lefteris Partsalis/Xinhua)

Im Rahmen der Energiewende in Griechenland entfallen auf mittelgroße Photovoltaikinvestoren (Projekte mit 10-1.000 kW) 71% des Gesamtmarkts, auf Großprojekte (über 1MW) 22% und auf Kleininvestoren 7%.

Oikogeneia Stergiou S.A., einer der größten Hersteller und Vertreiber von Süßwaren und Backwaren in Griechenland, wagte diesen Sommer den Schritt. Das Unternehmen installierte eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage chinesischer Herstellung mit 250-1.000 kW auf dem Dach seiner Fabrik am Hauptsitz in Acharnes, einem Vorort von Athen.

„Die Installation von Solarmodulen nach dem Prinzip des Net Metering ermöglicht es uns, 100 Prozent der von den Modulen erzeugten Energie zu nutzen“, sagte George Delis, Werksleiter, gegenüber Xinhua.

„Unsere Fabrik deckt bis zu 30 Prozent ihres täglichen Energiebedarfs mithilfe der Module. An Tagen, an denen der Betrieb ruht, etwa sonntags oder an nationalen Feiertagen, kann die erzeugte Energie wieder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden“, sagte er.

Mitarbeiter arbeiten am 29 November 2022 in der Fabrik von Oikogeneia Stergiou S.A. in Acharnes, einem Vorort von Athen, Griechenland. (Foto: Lefteris Partsalis/Xinhua)

Delis sagte, der Umstieg auf Photovoltaik könne dem Unternehmen helfen, angesichts der akuten Energiekrise nicht nur seine Betriebskosten, sondern auch seinen CO₂-Fußabdruck zu senken.

Die griechische Regierung plane, in den kommenden Monaten eine Reihe von Förderprogrammen aufzulegen, um den Umstieg der Bevölkerung auf Photovoltaikmodule auf Hausdächern zu unterstützen, teilte das Ministerium für Umwelt und Energie kürzlich mit.

Anfang 2023 soll ein Programm im Umfang von 200 Millionen Euro (207,25 Millionen US-Dollar) starten, das Solaranlagen auf Hausdächern mit einer Leistung von 10 kW in Kombination mit Energiespeichern (Batterien) mit bis zu 60% bezuschusst.

Wer Photovoltaikanlagen ohne Batterien installiert, erhält geringere Zuschüsse (etwa 30 Prozent), teilte das Ministerium mit.

30% des Programms sind für Landwirte vorgesehen (etwa 70.000 Begünstigte), 30% für kleine und mittlere Unternehmen und 40% (etwa 100.000) für Haushalte, sagte Umwelt- und Energieminister Kostas Skrekas kürzlich auf einer Pressekonferenz in Athen.

Dieses am 29 November 2022 aufgenommene Foto zeigt Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Fabrik von Oikogeneia Stergiou S.A. in Acharnes, einem Vorort von Athen, Griechenland. (Foto: Lefteris Partsalis/Xinhua)

Das Ministerium hat außerdem zwei weitere Förderprogramme angekündigt: eines zur Förderung der Eigenstromerzeugung durch Unternehmen und ein weiteres, das Energiegemeinschaften dabei unterstützen soll, einkommensschwachen Verbrauchern zu helfen.

Skrekas sagte, die Nachfrage dürfte hoch sein, da Unternehmen und Haushalte nach Möglichkeiten suchten, ihre Energiekosten zu senken.

„Derzeit belaufen sich die durchschnittlichen Kosten für ein Eigenstromerzeugungsprojekt für einen Haushalt ohne Batterien auf etwa 10.000 Euro. Mit einem Zuschuss von 30 Prozent sinken sie also auf rund 7.000 Euro“, sagte Tzortzakakis.

Bei Projekten mit integrierten Batterien belaufen sich die Anfangskosten auf etwa 14.000 Euro. Nach Abzug des Zuschusses sinken sie auf 5.600 Euro, erklärte er.

Der Zuschuss werde sowohl Unternehmen als auch Haushalten dabei helfen, den Umstieg auf erneuerbare Energien zu finanzieren, sagte er.

Unterdessen müsse der Staat die Energieinfrastruktur des Landes ausbauen, um dem steigenden Angebot gerecht zu werden, fügte Tzortzakakis hinzu. 

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