Zum Inhalt springen

Ratgeber & Artikel

Dachterrassenabdichtung und Photovoltaik: Welche Arbeiten sollten zuerst durchgeführt werden?

Planen Sie eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Flachdach? Erfahren Sie, wann zuerst die Dachabdichtung erfolgen sollte und was Sie zu Unterkonstruktionen, Entwässerung und Abstimmung der Arbeiten vereinbaren sollten.

Dachterrassenabdichtung und Photovoltaik: Welche Arbeiten sollten zuerst durchgeführt werden?

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage planen und gleichzeitig daran denken, Ihr Flachdach abzudichten, beginnt die richtige Reihenfolge, bevor das erste Montageteam erscheint. Zuerst stehen die gemeinsame Begutachtung und Planung an; notwendige Arbeiten am Dach werden abgeschlossen, bevor die Fläche mit Modulen belegt wird. Die Befestigungspunkte und Durchführungen müssen jedoch von Anfang an abgestimmt sein.

Nicht jedes Flachdach muss neu abgedichtet werden, bevor eine Photovoltaikanlage installiert werden kann. Sie sollten wissen, in welchem Zustand es ist, welche Arbeiten erforderlich sind und wie es nach der Installation der Anlage geschützt wird.

Klären Sie zunächst, was Sie mit „Dämmung“ meinen

Das Wort „Dämmung“ wird oft für zwei unterschiedliche Arbeiten verwendet. Die Wärmedämmung verringert den Wärmedurchgang, während die Abdichtung das Eindringen von Wasser verhindert. Beide können Bestandteile desselben Dachaufbaus sein, ersetzen einander jedoch nicht.

Wenn Sie ein Angebot für „Dämmung und Photovoltaik“ einholen, klären Sie, welche Schicht bereits vorhanden ist und was geändert werden soll. Bei der Auswahl der Montagesysteme muss der gesamte Dachaufbau berücksichtigt werden, nicht nur die sichtbare Oberfläche.

Wann müssen Reparatur oder neue Abdichtung zuerst erfolgen?

Lassen Sie das Dach begutachten, bevor Sie die Anordnung der Module endgültig festlegen – insbesondere, wenn Sie Feuchtigkeit im obersten Stockwerk, wiederholte Reparaturen oder Schäden an der Oberfläche bemerkt haben. Sammeln Sie frühere Angebote, Fotos, Angaben zu den Materialien und gegebenenfalls Unterlagen zur Gewährleistung der früheren Arbeiten.

Bei der Begutachtung brauchen Sie eine konkrete Antwort: Kann die bestehende Abdichtung bleiben, reicht eine punktuelle Instandsetzung oder ist ein umfassenderer Eingriff nötig? Ein Flachdach ohne sichtbare Lecks lässt sich nicht allein danach beurteilen, ob Ihre Decke heute trocken ist.

Auch die Leitlinien des US-Energieministeriums zur Auswahl eines Installateursweisen darauf hin, dass der Zustand des Dachs geprüft und der Reparaturbedarf vor der Installation geklärt werden sollte. Für Ihre Immobilie treffen die zuständigen Fachleute die technische Entscheidung nach einer Begutachtung vor Ort.

Der praktische Ablauf bei Arbeiten auf einem bestehenden Flachdach

Ein abgestimmter Plan kann in den folgenden Schritten organisiert werden:

  1. Bestandsaufnahme. Dabei werden der Zustand des Dachs, vorhandene Anlagen, Abläufe und Zugangsmöglichkeiten erfasst.
  2. Gemeinsame Planung. Der Ingenieur, der Photovoltaik-Installateur und der für die Abdichtung Verantwortliche stimmen Anordnung, Befestigung und Durchführungen miteinander ab.
  3. Erforderliche Bau- und Abdichtungsarbeiten. Die vereinbarten Instandsetzungen werden ausgeführt und die laut Planung vorgesehenen Details umgesetzt.
  4. Prüfung der Einsatzbereitschaft. Es wird bestätigt, dass die Abdichtung für die nächste Arbeit bereit ist – gemäß den Anweisungen ihres Herstellers.
  5. Installation und abschließende Inspektion. Die Montagesysteme und Module werden mit den vorgesehenen Schutzmaßnahmen installiert; anschließend werden die bearbeiteten Bereiche geprüft.

Dies ist eine Reihenfolge zur Koordination, keine technische Anleitung zur Ausführung. Einige Details der Befestigung können festgelegt werden, bevor die Abdichtung fertiggestellt ist. Vergeben Sie deshalb nicht zwei voneinander unabhängige Aufträge ohne gemeinsamen Plan.

Verlassen Sie sich außerdem nicht auf ein allgemeines Versprechen, dass „am nächsten Tag die Module montiert werden“. Wann die Fläche bereit ist, hängt vom jeweiligen Material und den Bedingungen bei der Verarbeitung ab. Lassen Sie dies in den Zeitplan Ihres Projekts aufnehmen.

Ballastierte oder verankerte Montagesysteme: Was Sie fragen sollten

Ballastierte Montagesysteme nutzen zusätzliches Gewicht, um die Anlage zu sichern. Bei verankerten Lösungen werden die Kräfte über die dafür vorgesehenen Verbindungen übertragen. Es gibt auch spezielle Systeme, die mit bestimmten Abdichtungsbahnen kompatibel sind, wie die technische Präsentation von Sika zu Solardächern.

Dass keine Bohrungen erforderlich sind, reicht nicht aus, um eine Lösung als geeignet einzustufen. Zusätzliche Lasten, Windeinwirkung und die Kompatibilität mit Ihrer Konstruktion müssen geprüft werden. Werden Gewichte verwendet, muss festgelegt sein, wie sie verteilt und wie die darunterliegende Oberfläche geschützt wird.

Fragen Sie, welche konkrete Lösung für Ihr Flachdach vorgesehen ist, wer sie technisch dokumentiert und wer die Details der Anschlüsse an die Abdichtung genehmigt. Schutzlagen und Befestigungspunkte benötigen eine konkrete Spezifikation und dürfen nicht erst auf der Baustelle improvisiert werden.

Lassen Sie Platz für Wasser und Wartungsarbeiten

Verlangen Sie einen Plan, auf dem Zugangswege, Dachabläufe und die zu prüfenden Stellen eingezeichnet sind. Ob sich das Flachdach gut nutzen lässt, hängt nicht allein davon ab, wie viele Module darauf Platz finden.

Montagesysteme und Verkabelung dürfen die Kontrolle der Abläufe nicht erschweren oder die Wartung behindern. Die technische Anleitung des DOE zum Schutz von Photovoltaikanlagen vor Witterungsgefahrenweist sowohl auf Probleme durch verstopfte Abläufe als auch auf Schäden an Abdichtungsbahnen durch den Kontakt mit Ausrüstung hin.

Vereinbaren Sie, wie künftig ein Zugang möglich ist, ohne die Oberfläche unnötig zu belasten. Versuchen Sie nicht, selbst Module, Montagesysteme oder Kabel zu bewegen, um an eine bestimmte Stelle zu gelangen. Punkt.

Ein Beispiel für die Abstimmung

Angenommen, Sie haben ein älteres Flachdach, auf dem erneut Feuchtigkeit auftritt, und planen eine Photovoltaikanlage. Werden zuerst die Module installiert und anschließend eine umfassende Abdichtung beschlossen, können zusätzliche Arbeiten zum Entfernen und erneuten Installieren der Anlage erforderlich werden.

Bei einer vorherigen gemeinsamen Besichtigung können Sie notwendige Sanierungsarbeiten und die Anordnung des Systems im selben Plan berücksichtigen. Das Beispiel ist hypothetisch; Umfang und Kosten der Arbeiten hängen von Ihrer Immobilie ab.

Was Sie vor Beginn schriftlich festhalten sollten

  • Welche Reparaturen inbegriffen sind und welches Gewerk die jeweilige Arbeit übernimmt.
  • Welche Befestigung und welcher Schutz der Abdichtung vereinbart wurden.
  • Wer die Einsatzbereitschaft des Dachs vor der Installation bestätigt.
  • Wie der Zugang zu Abläufen und Inspektionsstellen gewährleistet bleibt.
  • Welche Fotodokumentation Sie erhalten, bevor wichtige Stellen verdeckt werden.
  • Wen Sie kontaktieren, wenn nach den Arbeiten Feuchtigkeit auftritt.

Wenn für die Abdichtung eine Garantie besteht, informieren Sie den Garantiegeber vor dem Eingriff und bitten Sie um eine schriftliche Klarstellung der Bedingungen. Die Notwendigkeit, sich mit dem Anbieter der Garantie abzustimmen, wird auch im Bauder-Leitfaden zur Dachplanung erwähnt. Lesen Sie auch unseren Leitfaden zu den Garantien für Photovoltaikanlagen.

Planen Sie Ihre Dachterrasse als Ganzes

Bei Solar Home berücksichtigt die Installationsplanung den verfügbaren Platz, die Verschattung und den Bedarf Ihrer Immobilie. In unserem Leitfaden zur Installation von Photovoltaikanlagen erfahren Sie mehr über den gesamten Ablauf. Wenn Sie gerade Ihr Haus bauen, lesen Sie auch unsere Hinweise zu Vorkehrungen für zukünftige Photovoltaikanlagen.

Informieren Sie uns von Anfang an über frühere Lecks oder geplante Arbeiten auf dem Dach. Fordern Sie eine Planung und ein Angebot an, damit bei der Planung Ihrer Photovoltaikanlage der tatsächliche Zustand Ihres Dachs berücksichtigt wird.

Verwandte Ratgeber